Montag, 17. Juni 2019

Heimataufenthalt

Früher hieß es Heimaturlaub, wobei der Aufenthalt in Deutschland eigentlich nicht viel mit Urlaub zu tun hat. Vielmehr geht es darum, alle paar Jahre (meistens alle vier Jahre) für eine Weile nach Deutschland zu kommen, um Familie, Freunde und Gemeinde zu sehen und zu treffen. Außerdem Zeit zu haben Spender und Gemeinden zu besuchen und von der Arbeit zu berichten. Je nachdem auch neue Spender zu gewinnen, um den Missionar und seine Arbeit zu unterstützen. Ein großer Vorteil immer wieder für eine Weile in Deutschland zu sein, ist auch, den Kontakt und die Zugehörigkeit zu Deutschland nicht zu verlieren, insbesondere für die Kinder.


Allerdings ist das für die Kinder nicht immer einfach. Mit Deutschland verbinden sie oft nur das Land in dem Oma und Opa wohnen. Mika wurde kürzlich gefragt, ob er sich schon freue, dass er bald "heim nach Deutschland" dürfe. Mika bekam ganz große Augen und meinte: "Mama, daheim ist doch hier in Ndola." Ein anderes Beispiel für dieses Aufwachsen zwischen zwei Kulturen/Ländern war Mikas Feststellung: " Mein Heimatland ("my motherland") ist Deutschland, aber mein zu Hause ("my home") ist hier in Ndola."
Für uns als Eltern gilt es sich da auch immer bewusst zu machen, dass wir auf Erinnerungen zurückgreifen können, wenn wir nach Deutschland gehen. Unsere Kinder aber nicht. Und "alle" in Deutschland kennen unsere Kinder, für unsere Kinder sind die allermeisten unserer Bekannten und Freunde aber "Fremde".
In weniger als zwei Wochen geht es los und so sind wir gerade am Kisten packen, beschäftigen uns gedanklich mit Deutschland und nehmen gleichzeitig hier Abschied. Und...was bedeutet Heimat??

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