Freitag, 12. Juni 2020

Schule

Schule ist für Mika zur Zeit daheim! Das geht nicht nur Mika so, sondern auch sehr vielen anderen Menschen auf dieser Welt. Das tröstet aber nicht und so ist es manchmal recht schwer die Situation zu akzeptieren. Mika wünscht sich schon seit Wochen, dass die "richtige" Schule wieder losgeht und er seine Freunde und seine Lehrer wieder sehen kann.
 
Seit zwei Wochen hat die Schule online Klassenkonferenzen eingeführt. Das ist der Höhepunkt in der Schulwoche und wenn das Internet und der Strom mitspielt, dann klappt es eigentlich ganz gut. Mika freut sich sehr, wenn er dann zumindest auf dem Bildschirm alle sieht und "Unterricht" mit seiner Lehrerin machen kann! Simea nimmt ab und zu auch am Unterricht teil;-)
Wir Eltern freuen uns auch, wenn die Schule wieder richtig losgeht. Das wird aber erst nach den Sommerferien (bei uns Winterferien) sein, denn Mika hat nur noch eine gute Woche Schule und dann sind Ferien bis August!

Mittwoch, 13. Mai 2020

Zeit

Auf dem Bau unseres Kirchengrundstücks geht es gut voran und alles liegt gut im Zeitplan. Aber manchmal gibt es auch kleine Rückschläge.
Vor ein paar Tagen hat ein großer LKW Baumaterial geliefert und dabei das Eingangstor "übersehen". Somit musste erst mal ein Teil der Arbeit liegen gelassen werden um das Tor in Schnellarbeit wieder neu aufzubauen, sodass zumindest in der Nacht zugeschlossen werden kann. 
 
 
Kostbare Zeit verloren, aber das ist nicht ganz so schlimm und Gott sei Dank wurde keiner verletzt.
 

Simea hat gerade sehr viel Zeit mit der sie nicht so richtig etwas anfangen kann. Denn normalerweise war Mika immer vormittags in der Schule und sie konnte in der Zeit viel mit Mama zusammen arbeiten, spielen und Zeit verbringen. Jetzt auf einmal hat Mama aber nicht mehr viel Zeit für sie, denn sie macht mit Mika Schule. Da wird es Simea oft seeeeehr langweilig....


Donnerstag, 23. April 2020

Auf Tour

Gestern haben Samuel und Mika kurz entschlossen eine Erkundungstour mit den Fahrrädern unternommen. Von unserem Haus aus erreicht man in etwa zwanzig Minuten den Stadtrand von Lusaka- und findet sich im wunderschönen sambischen "Busch" wieder.
 
 
An einem kleinen Staudamm haben die zwei Männer Warane beobachtet und Mika hat sogar eine fast komplette Schlangenhaut gefunden bzw. die Haut, die übrig bleibt, wenn eine Schlange sich häutet.
 

Ein richtig cooler Fund und eine fast schon abenteuerliche Tour, die Samuel und Mika richtig genossen haben. Simea und Anke hatten dafür in der Zeit einen Mädelsnachmittag zu Hause.
 

Mittwoch, 25. März 2020

Auf Fels gebaut

Auf dem Grundstück gegenüber wird ja gerade unser Haus und auch noch andere Gebäude gebaut. Dort soll dann auch bald unsere Gemeinde entstehen. Vor ein paar Tagen wurde das Fundament für den Wasserturm ausgegraben. Zum Vorschein kamen etliche Felsen.

 

Grundsätzlich ist es gut auf Felsen zu bauen und nicht auf Sand. Aber wenn es so viele Felsen sind, dass kein Platz für den Beton mehr ist, dann wird es schwierig. Manche Felsen wurden weggesprengt, andere weggemeißelt. Es war interessant und erstaunlich wie viel Arbeit und Mühe nötig ist, um ein gutes Fundament für den Wasserturm zu haben, damit der später nicht umkippt oder einsinkt.
Wir freuen uns, dass die Arbeit auf unserem Kirchengrundstück gut und schnell voran geht. Trotz den ersten "Corona Fällen" hier in Sambia, geht das Leben bisher noch relativ normal weiter. Die Schulen sind aber geschlossen und Mika wird auch zu Hause unterrichtet.
Bei all dem momentanen Durcheinander in dieser Welt tut es gut zu wissen, dass auch wir einen Felsen haben auf dem wir sicher stehen, wenn die Welt um uns herum wackelt. Dieser Fels ist für uns Jesus!

Mittwoch, 12. Februar 2020

Regenzeit

Es ist gerade Regenzeit in Sambia. Normalerweise regnet es von November bis März. Dieses Jahr hat der Regen, zumindest in Lusaka, erst recht spät begonnen, dafür regnet es aber bisher umso mehr. Wir sind froh ein Dach über dem Kopf zu haben, wenn es dann anfängt zu regnen (auch, wenn es an der einen oder anderen Stelle tropft ;-)). Manchmal ist es auch schön dem Regen einfach zuzuschauen und dabei genüsslich eine Melone zu essen.


Natürlich gibt es dann nach einem starken Regen auch etliche Pfützen und viel Matsch. Da macht es besonders viel Spaß zu spielen! Sind wir froh, dass das Wasser nicht nur vom Himmel fällt, sondern auch aller meistens aus den Leitungen kommt. Somit kann man nach harter Arbeit im Matsch eine warme Dusche genießen (wenn Strom da ist um das Wasser zu erwärmen!).
 
Gut ist es zu wissen, dass nicht nur ein Dach über unserem Kopf ist, das uns vor Regen schützt, sondern auch, dass wir einen Gott haben, der seine Hände über uns hält und uns vor vielerlei Gefahren schützt!

Donnerstag, 16. Januar 2020

Alles im Eimer!

Wir sind wieder in Sambia! Die letzten Wochen waren geprägt von Packen, Räumen, Putzen und Koffer und Möbel schleppen. Zuerst haben wir unsere Koffer gepackt und unsere deutsche Wohnung geräumt und geputzt.
In Sambia sind wir erst einmal in Ndola gelandet und haben zunächst für eine Woche bei unseren Missionarskollegen und Freunden gewohnt.
 
 
Schließlich war es dann soweit und all unser Hab und Gut, das wir in Ndola gelagert hatten, wurde mit fleißigen Helfern in einen LKW geladen und nach Lusaka transportiert.
 
 
In Lusaka angekommen, wohnen wir in einer Doppelhaushälfte, die die Mission für uns gemietet hat. Wir sind dabei uns dort einzurichten. Dazu gehört auch, dass wir bei den täglichen Regenschauern rechtzeitig herausfinden, wo es von der Decke tropft, um dann die Eimer gezielt zu platzieren. Nicht immer gelingt es uns, dass alles Wasser im Eimer ist...dann wird gewischt :-).
Wir freuen uns über das Haus und tolle Nachbarn. Die Lage des Hauses ist ideal, denn gegenüber ist das Grundstück, auf dem gerade unser zukünftige Haus gebaut wird und wo dann auch mal die neue Gemeinde sein wird.
 

Freitag, 27. Dezember 2019

Weihnachtsbaum

 
Dieses Jahr wollten wir einen echten Tannenbaum zu Weihnachten haben. In Sambia haben wir als einen Kerzenständer in Tannenbaumform.
 
 
 
Somit ging es in den Wald um einen Baum zu fällen. Das gefiel besonders Mika, denn er war für das Fällen zuständig!


Es war gar nicht so einfach einen Baum auszuwählen. Aber irgendwann hatten wir den "Schönsten" gefunden. Zumindest in unseren Augen.



Mika war so begeistert vom Baumabsägen, dass er am liebsten für die ganze Großfamilie einen Weihnachtsbaum gefällt hätte.


 
Ein kleines Bäumchen für Oma gab es aber doch noch.
 
Mit Begeisterung wurde der Baum zu Hause aufgestellt und mit Selbstgebasteltem und Geliehenem geschmückt. Weihnachten war für uns noch einmal die Gelegenheit Zeit mit der Familie zu verbringen. Weihnachtsgeschenke füllen nun schon unsere Koffer und in einer Woche werden wir dann schon wieder in Sambia sein.
Da heißt es schon wieder Abschied nehmen, das wird nach all den Jahren nicht leichter...und zurück bleiben schöne Erinnerungen, aber auch das Gefühl nicht genug Zeit gehabt zu haben für Leute, die uns wichtig sind.

Dienstag, 26. November 2019

Erlebnisse

Jetzt sind wir schon fast wieder am Ende unseres Aufenthaltes in Deutschland und haben schon sehr vieles erlebt in den letzten Monaten.
Wir waren viel unterwegs und haben viele Freunde und Bekannte besucht. Außerdem hatten wir immer wieder die Möglichkeit auch einfach bei unseren Familien vorbeizuschauen und Zeit mit ihnen zu verbringen.
Simea und Mika haben jetzt auch mal die Möglichkeit all ihre Cousins und Cousinen kennenzulernen. Einen hat Simea ganz besonders in ihr Herz geschlossen.  
 

Einen aufregenden Ausflug haben wir in einen Wildpark gemacht um freilebende Wisent zu beobachten, was ganz besonders Mika Spaß gemacht hat und er endlich mal die Möglichkeit hatte sein Fernglas auszuprobieren.

 
Schön ist auch zu erleben, dass wir immer wieder auf Leute treffen dir für uns beten und für unsere Arbeit spenden. Das ist genial und macht und sehr viel Freude, dass wir so unterstützt werden!

Auf ein Erlebnis warten wir aber alle noch bevor wir wieder zurück nach Sambia gehen. Wir wollen Schnee sehen und erleben. Mal sehen ob das noch klappt?

Donnerstag, 26. September 2019

Reisedienst

Unser Reisedienst hat jetzt so richtig begonnen und vor allem Samuel ist sehr viel unterwegs. An den Wochenenden versuchen wir als ganze Familie miteinander Gemeinden zu besuchen, um dort von unserer Arbeit in Sambia zu berichten.

 
Der Start für unseren Reisedienst war das Herbstmissionsfest der Liebenzeller Mission. Dort hatten wir einen Auftritt und auch einen "Sambia Stand" in der Mittagpause. Es war ein sehr schöner Tag, obwohl das Wetter nicht so afrikanisch war.

 
 
Zum Reisedienst gehört natürlich automatisch, dass wir in Deutschland sind. Da sind wir dann auch viel privat unterwegs, um leckere Sachen zu kaufen, Essen zu gehen, Ausflüge zu machen oder die Familie und Freunde zu besuchen.
Wir haben schon auf einer Burg übernachtet, waren in einem großen Erlebnisbad, sind in der Ostsee geschwommen und haben viele schöne gemeinsame Stunden mit unseren Familien verbracht!

Montag, 15. Juli 2019

Wir sind in Deutschland

Es ist jetzt schon knapp zwei Wochen her, dass wir in Deutschland gelandet sind. Unser Abschied aus Sambia war nicht so leicht, da wir ja nicht mehr nach Ndola zurückkehren werden. Somit war es nicht nur ein Abschied für ein paar Monate, sondern auch ein Abschied von einem Zuhause, das wir die letzten 7 Jahre hatten.
In Deutschland angekommen sind wir aber richtig beschenkt worden mit einer ganz tollen Wohnung, in der wir uns schon jetzt nach ganz kurzer Zeit fast schon wie "Zuhause" fühlen.
Natürlich ist es auch schön Freunde und vor allem Familie zu sehen und Zeit mit ihnen zu verbringen. Außerdem gibt es auch viel (Neues) zu entdecken und zu erleben, insbesondere für Mika und Simea.

Montag, 17. Juni 2019

Heimataufenthalt

Früher hieß es Heimaturlaub, wobei der Aufenthalt in Deutschland eigentlich nicht viel mit Urlaub zu tun hat. Vielmehr geht es darum, alle paar Jahre (meistens alle vier Jahre) für eine Weile nach Deutschland zu kommen, um Familie, Freunde und Gemeinde zu sehen und zu treffen. Außerdem Zeit zu haben Spender und Gemeinden zu besuchen und von der Arbeit zu berichten. Je nachdem auch neue Spender zu gewinnen, um den Missionar und seine Arbeit zu unterstützen. Ein großer Vorteil immer wieder für eine Weile in Deutschland zu sein, ist auch, den Kontakt und die Zugehörigkeit zu Deutschland nicht zu verlieren, insbesondere für die Kinder.


Allerdings ist das für die Kinder nicht immer einfach. Mit Deutschland verbinden sie oft nur das Land in dem Oma und Opa wohnen. Mika wurde kürzlich gefragt, ob er sich schon freue, dass er bald "heim nach Deutschland" dürfe. Mika bekam ganz große Augen und meinte: "Mama, daheim ist doch hier in Ndola." Ein anderes Beispiel für dieses Aufwachsen zwischen zwei Kulturen/Ländern war Mikas Feststellung: " Mein Heimatland ("my motherland") ist Deutschland, aber mein zu Hause ("my home") ist hier in Ndola."
Für uns als Eltern gilt es sich da auch immer bewusst zu machen, dass wir auf Erinnerungen zurückgreifen können, wenn wir nach Deutschland gehen. Unsere Kinder aber nicht. Und "alle" in Deutschland kennen unsere Kinder, für unsere Kinder sind die allermeisten unserer Bekannten und Freunde aber "Fremde".
In weniger als zwei Wochen geht es los und so sind wir gerade am Kisten packen, beschäftigen uns gedanklich mit Deutschland und nehmen gleichzeitig hier Abschied. Und...was bedeutet Heimat??

Freitag, 26. April 2019

Besondere Gäste

 Gäste sind in unserem Haus ja nichts außergewöhnliches. Dieses Mal können wir euch von besonderen Gästen erzählen: Oma, Opa und Ginny.
Nein, Ginny ist nicht unsere Nichte, Tante oder Verwandte. Ginny ist das "Schulmeerschweinchen" in Mikas Klasse. Normalerweise wohnt es bei Mikas Lehrerin, wenn die Schule geschlossen hat. Dieses Mal aber suchte Ginny einen Ferienplatz für fünf Tage. Ein stolzer Mika bekam in der letzten Woche von seiner Lehrerin eine Einweisung wie er das Meerschweinchen versorgen sollte. Am letzten Schultag vor den Ferien brachte Mika Ginny dann mit nach Hause. Neben Füttern gehörten natürlich auch Streicheleinheiten zu Ginnys Pflege:-) Wirklich gut gemacht Mika! Oder wie seine Lehrerin sagte, als sie Ginny wieder abholte: "Mika, you are a hero!" Und nach den fünf Tagen mussten vor allem unsere Kinder Ginny wieder schweren Herzens abgeben.
Aber genug über Ginny. Ein noch viel außergewöhnlicherer Besuch sind Oma und Opa! Sie kamen schon vor Ostern angereist und wir alle genießen die Zeit miteinander. Oma liest Stundenlang Bücher vor und Opa ist Mika's Schachlehrer geworden.
Wir alle genießen die Zeit mit unseren besonderen Gästen sehr! Wie schön, dass es heutzutage möglich ist, so einfach und schnell mit dem Flugzeug zu fliegen und sich gegenseitig zu besuchen.

Montag, 18. März 2019

"Super-Freunde"

Mika genießt es sehr, dass sein Freund Noah jetzt auch in Ndola wohnt. Anstatt sich wie bisher nur etwa zweimal im Jahr zu sehen, ist es jetzt möglich einfach am Nachmittag miteinander zu spielen oder mal etwas gemeinsam zu unternehmen. Letztes Wochenende waren wir hier in Ndola zusammen auf einer Motocross Rallye.

 

Jeden Donnerstag treffen sich alle Missionare, die in Ndola wohnen, zum Beten. Für die Missionarskinder ist das immer ein Highlight, denn dann haben sie zwei Stunden Zeit um miteinander zu spielen. Das macht allen viel Spaß und oft haben sie richtig gute Spielideen. Wie gut, dass es "citenge" gibt, der afrikanische Stoff wird zu Höhlen und Superheldenkostümen. Das Gebetstreffen ist dann manchmal nicht sehr ruhig und besinnlich:-) Und bei allem Spaß gibt es dann doch auch Streit und Tränen. Aber das gehört dazu, wenn man Freunde hat und viel Zeit miteinander verbringt!

Spannend wird es für uns alle nächstes Jahr, wenn wir nach Lusaka ziehen. Denn dann heißt es: neue Freunde finden! Und das braucht Zeit und neue Energie und vor allem Gottes Hilfe!