Mittwoch, 23. September 2020

Helden

Mika hatte in der Schule das Thema "Helden". Angefangen von erfundenen Helden, wie zum Beispiel "Superman" über Alltagshelden wie Feuerwehrmänner, lernte Mika, was Helden ausmacht. Eine besondere Ehre war es, dass Mika uns Eltern als seine Alltagshelden nominierte:-). Letzte Woche bekam Mika die Aufgabe jemanden zu interviewen, der für ihn ein "Held" ist. Und zwar ein Held, der von Anderen nicht wirklich als Held gesehen wird. Jemand, der etwas für andere tut, aber dessen Leistung normalerweise nicht als Heldentat anerkannt wird. 
Der "Held", den sich Mika aussuchte, war einer der Arbeiter auf unserem Kirchengrundstück. Er kümmert sich jeden Tag um unsere Hühner, insbesondere dann wenn wir nicht da sind! Natürlich musste das Interview im neugebauten Hühnerhaus stattfinden!


In unserer Gesellschaft, unserem Alltag gibt es so viele "nicht geehrte Helden". Wo begegnen wir solchen und wo achten wir ihr Tun, das unser Leben vielleicht einfacher macht: Müllleute, Straßenreiniger, Mamas, Papas, Großeltern, Putzteams und viele mehr. Wir entdecken als Familie gerade immer mehr unerkannte Helden und wollen da dankbar werden und ihnen auch unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen.


Mittwoch, 26. August 2020

Was ist denn da los?

Vor zwei Tagen wurde ein Teil unserer Familie von einem großen Knall und Lärm geweckt. Was war passiert? Schnell gingen wir nach draußen in unseren Hof um zu sehen ob der Lärm von dort gekommen war. 
Da fiel uns gleich auf, dass etwas anders war als üblich. Es stand ein Auto zu viel in unserem Grundstück.  


Der Fahrer war mit ziemlich hoher Geschwindigkeit unterwegs und hatte einen Taxibus übersehen. Sein Ausweichmanöver war wenig erfolgreich: Er hat dabei nicht nur einen 1 Meter großen Wassergraben "übersprungen", sondern auch unsere Mauer eingerissen und ist dann auf unserem Grundstück zum Stehen gekommen. Wir sind dankbar, dass niemand verletzt wurde. Neben der Mauer hat unser Nachbar seine Gemüsebeete und genau in diesem Teil des Gartens spielen unsere Kinder tagsüber oft und lang ihre "Off-road challenges".



Samstag, 15. August 2020

Reparatur

Vor ein paar Wochen hat unser Auto plötzlich Probleme gemacht. Wir haben festgestellt, dass anscheinend ein Sensor kaputt ist. Somit haben Mika und Samuel sich am letzten Samstag an die Arbeit gemacht und den Sensor ausgewechselt. Nach getaner Arbeit mussten wir jedoch feststellen, dass das Problem mit dem ausgetauschten Sensor leider nicht behoben wurde. Somit geht die Suche nach dem  Problem weiter.
 
 
So ist das eben manchmal. Man denkt das Problem gefunden zu haben oder zu kennen, nur um dann festzustellen, dass man sich getäuscht hat!
Jetzt ist das Auto bei einem sambischen Elektriker und wir hoffen, dass er unser Auto reparieren kann. 


Samstag, 18. Juli 2020

Ab in den Norden

Die letzten 10 Tage waren wir in der Muchinga Provinz, im nördlicheren Teil von Sambia, unterwegs. Dieses Mal sind wir mit unserem Zelt losgezogen und haben an den unterschiedlichen Orten gezeltet. Das hat viel Spaß gemacht auch wenn es nachts ziemlich kalt war und die Luftmatratzen jeden Abend neu aufgepumpt werden mussten;-)
 

Unser erster Stopp waren die Kundalila Wasserfälle. Von dort ging es weiter zu unserem ersten Übernachtungsplatz, das Mutinondo Wilderness Camp.

 
Richtig viel Spaß hat den zwei Männern das Kanufahren gemacht.


In Sambia ist es gerade Winter, da wird es Nachts relativ kalt. Somit wurde jeden Abend ein Feuer gemacht um sich ein bisschen zu wärmen und Essen zu kochen.
Unser letzter Ort den wir besuchten war Nabwalya. Wir waren das erste Mal als Familie mit Simea dort. Es war eine große Freude für die Dorfbewohner uns alle zu treffen und mit uns Zeit zu verbringen.
Nach 10 Tagen und ungefähr 1800 Kilometern ist es aber auch wieder schön ab in den Süden zu fahren und heim zu kommen.

Freitag, 12. Juni 2020

Schule

Schule ist für Mika zur Zeit daheim! Das geht nicht nur Mika so, sondern auch sehr vielen anderen Menschen auf dieser Welt. Das tröstet aber nicht und so ist es manchmal recht schwer die Situation zu akzeptieren. Mika wünscht sich schon seit Wochen, dass die "richtige" Schule wieder losgeht und er seine Freunde und seine Lehrer wieder sehen kann.
 
Seit zwei Wochen hat die Schule online Klassenkonferenzen eingeführt. Das ist der Höhepunkt in der Schulwoche und wenn das Internet und der Strom mitspielt, dann klappt es eigentlich ganz gut. Mika freut sich sehr, wenn er dann zumindest auf dem Bildschirm alle sieht und "Unterricht" mit seiner Lehrerin machen kann! Simea nimmt ab und zu auch am Unterricht teil;-)
Wir Eltern freuen uns auch, wenn die Schule wieder richtig losgeht. Das wird aber erst nach den Sommerferien (bei uns Winterferien) sein, denn Mika hat nur noch eine gute Woche Schule und dann sind Ferien bis August!

Mittwoch, 13. Mai 2020

Zeit

Auf dem Bau unseres Kirchengrundstücks geht es gut voran und alles liegt gut im Zeitplan. Aber manchmal gibt es auch kleine Rückschläge.
Vor ein paar Tagen hat ein großer LKW Baumaterial geliefert und dabei das Eingangstor "übersehen". Somit musste erst mal ein Teil der Arbeit liegen gelassen werden um das Tor in Schnellarbeit wieder neu aufzubauen, sodass zumindest in der Nacht zugeschlossen werden kann. 
 
 
Kostbare Zeit verloren, aber das ist nicht ganz so schlimm und Gott sei Dank wurde keiner verletzt.
 

Simea hat gerade sehr viel Zeit mit der sie nicht so richtig etwas anfangen kann. Denn normalerweise war Mika immer vormittags in der Schule und sie konnte in der Zeit viel mit Mama zusammen arbeiten, spielen und Zeit verbringen. Jetzt auf einmal hat Mama aber nicht mehr viel Zeit für sie, denn sie macht mit Mika Schule. Da wird es Simea oft seeeeehr langweilig....


Donnerstag, 23. April 2020

Auf Tour

Gestern haben Samuel und Mika kurz entschlossen eine Erkundungstour mit den Fahrrädern unternommen. Von unserem Haus aus erreicht man in etwa zwanzig Minuten den Stadtrand von Lusaka- und findet sich im wunderschönen sambischen "Busch" wieder.
 
 
An einem kleinen Staudamm haben die zwei Männer Warane beobachtet und Mika hat sogar eine fast komplette Schlangenhaut gefunden bzw. die Haut, die übrig bleibt, wenn eine Schlange sich häutet.
 

Ein richtig cooler Fund und eine fast schon abenteuerliche Tour, die Samuel und Mika richtig genossen haben. Simea und Anke hatten dafür in der Zeit einen Mädelsnachmittag zu Hause.
 

Mittwoch, 25. März 2020

Auf Fels gebaut

Auf dem Grundstück gegenüber wird ja gerade unser Haus und auch noch andere Gebäude gebaut. Dort soll dann auch bald unsere Gemeinde entstehen. Vor ein paar Tagen wurde das Fundament für den Wasserturm ausgegraben. Zum Vorschein kamen etliche Felsen.

 

Grundsätzlich ist es gut auf Felsen zu bauen und nicht auf Sand. Aber wenn es so viele Felsen sind, dass kein Platz für den Beton mehr ist, dann wird es schwierig. Manche Felsen wurden weggesprengt, andere weggemeißelt. Es war interessant und erstaunlich wie viel Arbeit und Mühe nötig ist, um ein gutes Fundament für den Wasserturm zu haben, damit der später nicht umkippt oder einsinkt.
Wir freuen uns, dass die Arbeit auf unserem Kirchengrundstück gut und schnell voran geht. Trotz den ersten "Corona Fällen" hier in Sambia, geht das Leben bisher noch relativ normal weiter. Die Schulen sind aber geschlossen und Mika wird auch zu Hause unterrichtet.
Bei all dem momentanen Durcheinander in dieser Welt tut es gut zu wissen, dass auch wir einen Felsen haben auf dem wir sicher stehen, wenn die Welt um uns herum wackelt. Dieser Fels ist für uns Jesus!

Mittwoch, 12. Februar 2020

Regenzeit

Es ist gerade Regenzeit in Sambia. Normalerweise regnet es von November bis März. Dieses Jahr hat der Regen, zumindest in Lusaka, erst recht spät begonnen, dafür regnet es aber bisher umso mehr. Wir sind froh ein Dach über dem Kopf zu haben, wenn es dann anfängt zu regnen (auch, wenn es an der einen oder anderen Stelle tropft ;-)). Manchmal ist es auch schön dem Regen einfach zuzuschauen und dabei genüsslich eine Melone zu essen.


Natürlich gibt es dann nach einem starken Regen auch etliche Pfützen und viel Matsch. Da macht es besonders viel Spaß zu spielen! Sind wir froh, dass das Wasser nicht nur vom Himmel fällt, sondern auch aller meistens aus den Leitungen kommt. Somit kann man nach harter Arbeit im Matsch eine warme Dusche genießen (wenn Strom da ist um das Wasser zu erwärmen!).
 
Gut ist es zu wissen, dass nicht nur ein Dach über unserem Kopf ist, das uns vor Regen schützt, sondern auch, dass wir einen Gott haben, der seine Hände über uns hält und uns vor vielerlei Gefahren schützt!

Donnerstag, 16. Januar 2020

Alles im Eimer!

Wir sind wieder in Sambia! Die letzten Wochen waren geprägt von Packen, Räumen, Putzen und Koffer und Möbel schleppen. Zuerst haben wir unsere Koffer gepackt und unsere deutsche Wohnung geräumt und geputzt.
In Sambia sind wir erst einmal in Ndola gelandet und haben zunächst für eine Woche bei unseren Missionarskollegen und Freunden gewohnt.
 
 
Schließlich war es dann soweit und all unser Hab und Gut, das wir in Ndola gelagert hatten, wurde mit fleißigen Helfern in einen LKW geladen und nach Lusaka transportiert.
 
 
In Lusaka angekommen, wohnen wir in einer Doppelhaushälfte, die die Mission für uns gemietet hat. Wir sind dabei uns dort einzurichten. Dazu gehört auch, dass wir bei den täglichen Regenschauern rechtzeitig herausfinden, wo es von der Decke tropft, um dann die Eimer gezielt zu platzieren. Nicht immer gelingt es uns, dass alles Wasser im Eimer ist...dann wird gewischt :-).
Wir freuen uns über das Haus und tolle Nachbarn. Die Lage des Hauses ist ideal, denn gegenüber ist das Grundstück, auf dem gerade unser zukünftige Haus gebaut wird und wo dann auch mal die neue Gemeinde sein wird.
 

Freitag, 27. Dezember 2019

Weihnachtsbaum

 
Dieses Jahr wollten wir einen echten Tannenbaum zu Weihnachten haben. In Sambia haben wir als einen Kerzenständer in Tannenbaumform.
 
 
 
Somit ging es in den Wald um einen Baum zu fällen. Das gefiel besonders Mika, denn er war für das Fällen zuständig!


Es war gar nicht so einfach einen Baum auszuwählen. Aber irgendwann hatten wir den "Schönsten" gefunden. Zumindest in unseren Augen.



Mika war so begeistert vom Baumabsägen, dass er am liebsten für die ganze Großfamilie einen Weihnachtsbaum gefällt hätte.


 
Ein kleines Bäumchen für Oma gab es aber doch noch.
 
Mit Begeisterung wurde der Baum zu Hause aufgestellt und mit Selbstgebasteltem und Geliehenem geschmückt. Weihnachten war für uns noch einmal die Gelegenheit Zeit mit der Familie zu verbringen. Weihnachtsgeschenke füllen nun schon unsere Koffer und in einer Woche werden wir dann schon wieder in Sambia sein.
Da heißt es schon wieder Abschied nehmen, das wird nach all den Jahren nicht leichter...und zurück bleiben schöne Erinnerungen, aber auch das Gefühl nicht genug Zeit gehabt zu haben für Leute, die uns wichtig sind.

Dienstag, 26. November 2019

Erlebnisse

Jetzt sind wir schon fast wieder am Ende unseres Aufenthaltes in Deutschland und haben schon sehr vieles erlebt in den letzten Monaten.
Wir waren viel unterwegs und haben viele Freunde und Bekannte besucht. Außerdem hatten wir immer wieder die Möglichkeit auch einfach bei unseren Familien vorbeizuschauen und Zeit mit ihnen zu verbringen.
Simea und Mika haben jetzt auch mal die Möglichkeit all ihre Cousins und Cousinen kennenzulernen. Einen hat Simea ganz besonders in ihr Herz geschlossen.  
 

Einen aufregenden Ausflug haben wir in einen Wildpark gemacht um freilebende Wisent zu beobachten, was ganz besonders Mika Spaß gemacht hat und er endlich mal die Möglichkeit hatte sein Fernglas auszuprobieren.

 
Schön ist auch zu erleben, dass wir immer wieder auf Leute treffen dir für uns beten und für unsere Arbeit spenden. Das ist genial und macht und sehr viel Freude, dass wir so unterstützt werden!

Auf ein Erlebnis warten wir aber alle noch bevor wir wieder zurück nach Sambia gehen. Wir wollen Schnee sehen und erleben. Mal sehen ob das noch klappt?

Donnerstag, 26. September 2019

Reisedienst

Unser Reisedienst hat jetzt so richtig begonnen und vor allem Samuel ist sehr viel unterwegs. An den Wochenenden versuchen wir als ganze Familie miteinander Gemeinden zu besuchen, um dort von unserer Arbeit in Sambia zu berichten.

 
Der Start für unseren Reisedienst war das Herbstmissionsfest der Liebenzeller Mission. Dort hatten wir einen Auftritt und auch einen "Sambia Stand" in der Mittagpause. Es war ein sehr schöner Tag, obwohl das Wetter nicht so afrikanisch war.

 
 
Zum Reisedienst gehört natürlich automatisch, dass wir in Deutschland sind. Da sind wir dann auch viel privat unterwegs, um leckere Sachen zu kaufen, Essen zu gehen, Ausflüge zu machen oder die Familie und Freunde zu besuchen.
Wir haben schon auf einer Burg übernachtet, waren in einem großen Erlebnisbad, sind in der Ostsee geschwommen und haben viele schöne gemeinsame Stunden mit unseren Familien verbracht!